4 Tage Köln

Vom 7. – 11.12 haben wir ein sehr verlängertes Wochenende in Köln verbracht. Ich war vor vielleicht zehn Jahren schon mal ganz kurz dort, hatte aber schon wieder alles vergessen. Damit das nicht noch mal passiert, in aller Kürze: Köln scheint mir eine sehr angenehme Stadt zu sein, weil:

Kölsch!
Ich hab da immer so ein bisschen drüber gelästert, weil das so kleine Gläser sind. Aber: trinkt man halt ein paar mehr von den kleinen Gläsern, ist’s auch wieder gut.

Geografische Kompaktheit
Der wichtigste Teil von Köln scheint mir zur linken Seite des Rheins zu liegen und wird von einem grünen Gürtel umschlossen. Und schon nach einer Nacht mit dem Stadtplan unter dem Kopfkissen hatte ich die wichtigsten geografischen Eckpunkte intus und konnte zielsicher navigieren. Es gibt eine U-Bahn, viele Wege sind aber so kurz, dass man sie auch mit Kindern gut laufen kann.

Das Handyticket
Man kann alle ÖPNV-Tickets auf dem Smartphone erwerben. Ich hab das zum ersten mal in einer fremden Stadt machen dürfen. Das ist so unfassbar viel besser und einfacher, als zu schauen, ob es einen Automaten gibt/man genug Kleingeld hat/der Bussfahrer wechseln will.

Der Dialekt
Jemand der so redet, kann nichts Böses wollen.

Die Bibliothek
Sieht von außen ziemlich hässlich aus, aber drinnen kann man iPads ausleihen und an einem Makerbot jeden Samstag kostenlos neue Eheringe ausdrucken.

Der Weihnachtsmarkt am Stadtgarten
Sehr leckeren Burger gegessen. Crêpes und Glühwein auch gefällig.

Der Dom
Riesending, der Dom.

Mein Veedel
Ist nach vier Tagen eindeutig die Südstadt. Wir sind da nur so ein bisschen in der Severinstraße und Umgebung rumgelaufen. Aber sowohl am Tag, als auch bei Nacht könnte ich mir gut vorstellen dort Einheimischer zu sein. Ist nur so’n Gefühl.

Das Schokoladenmuseum
Das ist natürlich, nicht nur für Kinder, schon der Knüller, wenn man da eine komplette Schokoladenproduktionsstrecke verfolgen kann und am Ende wartet eine nette Frau mit Lindt-Schürze und schöpft aus einem sehr großen Brunnen flüssige, braune Schokolade auf eine kleine Waffel. Eine kritische Aufbereitung der ausbeuterischen Kolonialgeschichte darf man in so einer industrienahen Einrichtung wohl nicht erwarten. Ziemlich sauer stößt die qualitative Gleichsetzung der nicht unumstrittenen Rainforest Alliance und der UTZ-Zertifizierungen mit den GEPA und Fair-Trade-Siegeln auf.

Das Odysseum
Eigentlich wollten wir ja ins Maus-Museum. Das bekommt man aber nur, wenn man das volle Odysseum-Paket bucht. Und das sind immerhin 44 Euro für eine vierköpfige Familie. Nicht ganz billig, aber dafür kann man dort dann auch den Tag ganz gut vertrödeln. Zu jeder vollen Stunden gibt’s einen 3-D-Film (entweder Dinos oder Kapitän Nemo), im eigentlichen Maus-Museum werden viele Fragen und Themen aus der Sendung behandelt. Überall sind Monitore angebracht auf denen immer irgend ein Maus-Beitrag läuft. Das sorgt alles für einen ziemlichen Geräuschpegel, der es teilweise ganz schön schwer macht, den eigenen, nicht des Lesens mächtigen Kindern, die einzelnen Ausstellungsgegenstände zu erklären. Noch dazu befindet sich alles in einer einzigen großen Halle. Akustisch also ein Problemfall. Spaß hatten die Kinder trotzdem. V.a. auch mit dem riesengroßen, vierstöckigen Baustellen-Klettergerüst. Und ich hab Christophs grünen Originalpullover gesehen (mit Loch).

Als weitere Attraktion gibt es dann noch The Game. Das sieht hier irgendwie ziemlich albern aus, aber ich glaube mir hätte das als Zehnjähriger viel Spaß gemacht. Die kleineren Kinder hatten dort zwar nix zu retten, aber immerhin noch mal eine Stunde freien Auslauf auf einer sehr großen Spielfläche.

Das Köln Triangle
Wenn man sich die 533 engen Stufen auf den Dom mit den Kindern nicht hochquälen will, läuft man einfach auf die andere Rheinseite und fährt mit dem Aufzug auf das Köln Triangle hoch. Spitzenaussicht!

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