Mein Home Entertainment Setup – Teil 1

Seit ungefähr 15 Jahren bin ich auf der Suche nach der ultimativen Multimediamaschine, mit der ich fernsehen, alle Filmen schauen und meine gesamte Musiksammlung abspielen kann. Zumindest im erschwinglichen Consumerbereich hab ich so ein Gerät bisher nicht gefunden.

Was bisher geschah

Angefangen hab ich Ende der 90er damit meine jeweiligen Desktop-PCs/Laptop an den Fernseher anzuschließen. Das war wenig bedienungsfreundlich, weil man immer noch auf Maus und Tastatur angewiesen war. Danach stand einige Jahre lang ein Pinnacle Showcenter als Streamingbox neben dem TV. Bei dem musste aber auch entweder ein zusätzlicher Rechner als Streamingserver laufen (welcher extrem ressourcenhungrig und buggy war) oder man schloss eine USB-Platte voll mit Videos direkt an, so dass man zumindest einige Videoformate direkt abspielen konnte. Schön war das User-Interface da aber nicht, um neues Material auf die Platte zu packen musste man sie umstöpseln und das Hantieren mit der hässlich-klobigen Showcenter-Fernbedienung machte auch keinen Spaß.

Als Audioquelle war ein paar Jahre lang ein NOXON von Terratec im Küchenbetrieb. Der war für Internet-Radio ganz brauchbar wurde mittlerweile aber von einem alten iPod-Touch abgelöst auf dem die radio.de-App läuft.

Als bisher immer zwangsverkabelter Mieter hab ich ein paar Jahre lang einen der, damals rar gesäten, DVB-C-Rekorder von Topfield genutzt (ich glaube es war der 5200er). Der war für ein so teures Produkt extrem fehler -und absturzanfällig und bescherte mir mehrere Stunden im Topfield-Support-Forum.  Irgendwann dachte ich dann mal DVB-T sei die Lösung. Aber die Bildqualität war bescheiden, die Zimmerantenne musste ständig umjustiert werden und der DVB-T-Rekorder von Homecast  lief ungefähr auf dem Stabilitätsniveau des Topfield-Gerätes. Noch dazu kam, dass damalige Universalfernbedieungen immer mit mindestens einem der Geräte nicht klar kamen. Alles in allem also wenig nutzerfreundlich und mit einem Woman acceptance factor, der im negativen Bereich zu suchen war.

Status Quo

Einen Fernseher besitzen wir schon seit einigen Jahren nicht mehr. So um 2004 hab ich mir meinen ersten Beamer gekauft. Damals ein Medion-Modell, dass ungefähr so ausgesehen hat. Direkt beim ALDI. 1000 € in Cash. Die Angst vor Lampendefekt und extrem hohen Ersatzteilkosten war groß. Doch obwohl wir den Projektor auch als Fernseher genutzt haben, hat er fast sieben Jahre, bis 2011, gehalten. Seitdem strahlt ein BENQ W600+ Projektor an die weiße Wand. Den Tausch Fernsehgerät gegen Beamer kann ich auch aus einrichtungstechnischen Gründen nur empfehlen. Durch das Wegfallen von Fernseher und TV-Bank entsteht eine schöne neue Freifläche im Wohnzimmer.

Alles was mit Ton zu tun hat erledigt ein alter YAMAHA RX-V540RDS, DVDs spielt ein Philips DVP 3980 und Filme von Festplatte oder aus dem Netz ein Raspberry Pi mit Raspbmc ab. Für Fernsehempfang hab ich mich komplett in die digitalen Arme von Kabeldeutschland begeben. Mit im Paket enthalten ist ein digitaler HD-Receiver, den man als Dauerleihgabe dazu bekommt und der v.a. eins macht: er funktioniert und zeichnet Programm größtenteils fehlerfrei auf. Musik (Spotify, iTunes) wird entweder vom iPhone per Docking-Station direkt an den Receiver übergeben oder via Airplay vom Macbook auf den Raspberry Pi gestreamt.

Unfassbar viele Kabelkilometer sind nötig, um diese Geräte miteinander zu verbinden
Unfassbar viele Kabelkilometer sind nötig, um diese Geräte miteinander zu verbinden

Das sind zwar ganz schön viele Geräte für unterschiedliche Anwendungszwecke, aber sie lassen sich alle in unterschiedlicher Kombination mit der Remote Harmony One vom Sofa aus bedienen. Man bekommt dieses Setup bestimmt auch mit Geräten anderer Hersteller vielleicht noch etwas schlanker hin. Für was man sich auch entscheidet, ich empfehle auf jeden Fall die Remote Harmony One, die die ganze Installation erst bedienbar macht und zusammenhält und den Woman acceptance factor deutlich in den positiven Bereich hebt.

Im zweiten Teil: Raspbmc-Installation auf dem Pi, was man damit alles machen kann und wie die Remote Harmony One dazu passt. Stay tuned!

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