27.11.2016

Wir waren im Theater. Das Resi (so sagt der Münchner) spielt pro Saison auch ein Stück für Kinder. Dieses mal wird Robin Hood gegeben. Es ist so toll, wie es die SZ hier aufgeschrieben hat. Und jedes mal, wenn ich im Theater bin, denke ich mir, wie geil doch Theater eigentlich ist. Müsste man mal wieder öfter hin. Auch ohne Kinder.

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Nach dem Theater war viel Hunger und wir haben zum ersten mal im Brünnstein gegessen. Das sieht von außen (und innen) ein bisschen oll aus. Die gutbügerliche Küche überzeugt aber qualitativ und quantitativ ohne zu teuer zu sein.

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Link-O-Rama (Trump-Populismus-Filterblasen-Edition)

Seit der Wahl von Donald Trump haben sich unzählige Artikel angehäuft, die versuchen das alles zu erklären. Populismus, Filterblasen, Rechtsextremismus, Abgehängte, Demokratieschwund, Eliten. Nur ein paar Schlagwörter. Ich habe viel davon gelesen, verschiedene Erklärungsansätze und Lösungsvorschläge aufgenommen. Eine endgültige Meinung ist noch lange nicht in Sicht und wird es wahrscheinlich sowieso nicht geben.  Link-O-Rama (Trump-Populismus-Filterblasen-Edition) weiterlesen

24.11.2016

Unser altes iPad2 hat seit über zwei Jahren einen Displayschaden. Genauer: das Glas ist noch heil, aber die Farben werden nicht mehr richtig dargestellt. Ein Grünstich, ähnlich dem hier. Vermutlich irgendwo was locker.

Am Anfang wurde es manchmal noch besser, wenn man ein bisschen am iPad gerüttelt hat. Irgendwann ging dann gar nichts mehr. Das Gerät lag jetzt fast ein Jahr ungenutzt in der Ecke. Heute hab ich es mal wieder rausgeholt und das Problem noch mal gegoogelt.

Zehn starke Schläge mit dem Locher auf das Apple-Logo später: Es geht jetzt erst mal wieder. Yep!

22.11.2016

Manchmal haben die Kinder beim ins Bett gehen noch Redeflash. Heute die Tochter. Ihr gehen ganz viele wichtige Fragen durch den Kopf. Was sind Bakterien? Wie entstehen sie? Wieviel Menschen gibt es auf der Welt? Warum gibt es tödliche Krankheiten? Und welche Krankheiten sind überhaupt tödlich? Was ist Krebs? Wieso sieht man Körperzellen nicht? Und warum um alles in der Welt stellt ihr Bruder morgens immer nur für sich eine Müslischüssel auf den Frühstückstisch und nicht für alle? Könnte er ja schliesslich auch machen.

Hinter den Bergen gibt’s auch schöne Musik

Wenn man in Bayern wohnt hat man den Vorteil noch im popkulturellen Ausstrahlungsgebiet von Österreich zu liegen. FM4 kann man in München teilweise sogar noch terrestrisch empfangen und österreichische Filme und Songs versteht man hier aufgrund der sprachlichen Dialektnähe auch noch besser, als weiter nördlich.  Ich habe hier mal 10 Bands (und Alben) zusammengestellt, die mir in den letzten 30 Jahren Freude bereitet haben. Von ganz neu (Granada) bis ganz alt (E.A.V.). Hinter den Bergen gibt’s auch schöne Musik weiterlesen

Hört mehr Podcasts!

Ich mag Podcasts. Podcast sind unterhaltsam, berühren, machen schlauer und öffnen neue Perspektiven. Podcasts erleben in Deutschland seit ein paar Jahren angeblich auch einen kleinen Hype, wobei ich in meinem persönlichen Umfeld das Gefühl habe, daß der noch nicht wirklich in der breiten Masse angekommen ist. Das muss sich ändern. Hört mehr Podcasts! weiterlesen

15.11.2016

Es kommt ein Anruf vom Telefonbuch der Deutschen Telekom. Genauer: von einer Frau, die fragt, ob mein Eintrag mit meiner Unternehmensberatung dort noch aktuell sei. Ich hatte noch nie eine Unternehmensberatung und die eingetragene Adresse ist uralt. Ich bitte Sie den Eintrag zu löschen. Sie sagt, das kann sie nicht. Ändern und aktualisieren wäre kein Problem, zum löschen muss ich einen Antrag bei meinem Telefonanbieter stellen.

Mein Telefonanbieter war mal Kabel Deutschland, jetzt gehört Kabel Deutschland zu Vodafone. Bei Vodafone kann man den Löschantrag nicht online stellen. Ich fülle dieses PDF aus, drucke es aus, unterschreibe, scanne es wieder als PDF ein, stelle fest, daß man über die Fritz!Fax-Weboberfläche der Fritz!Box keine PDFs, sondern nur Bilddateien versenden kann, speichere das eingescannte PDF noch mal als JPG ab und schicke das FAX raus. Tschüss, Telefonbucheintrag.

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14.11.2016

Am Tag der US-Präsidentschaftswahl schickt mir eine Bekannte (ca. 20 Jahre, mittlerer Bildungsabschluss) den Link auf das Video, in dem Obama eine Rede vor Journalisten hält und er am Ende den Micdrop macht.

Die Bekannte kommentiert sinngemäß: Krass, Obama macht hier grad ne Hitlergeste, wegen/gegen Trump. Ich erkläre ihr, wo das Video tatsächlich herkommt, das es schon älter ist und frage, ob sie denn überhaupt mal angehört hat, was Obama da redet. Hat sie nicht. Sie hat also ein aus dem Zusammenhang gerissenes Video in ihrem Facebook-Stream ohne Ton auf ein tagesaktuelles Ereignis bezogen und es komplett falsch interpretiert.

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Das Wallstreet Journal hat die beiden Facebook-Streams von konservativen und liberalen Wählern exemplarisch nebeneinander gestellt und eine Studie hat herausgefunden, dass viele Menschen News auf Facebook quasi ungelesen weiterteilen.

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Maximilian Buddenbohm erzählt auf einem Barcamp, wie er sein Familienblog betreibt und wie die Mediennutzung seiner beiden Jungs im Alltag aussieht. Ich war nicht vor Ort. Die Zusammenfassung auf dem Scribble kam mir aber zu großen Teilen (die linke Seite) sehr bekannt vor.

Unsere beiden Kinder nutzen zu Hause auch zwei alte Smartphones, die nur im WLAN funktionieren. Die Nutzung erfolgt relativ unreglementiert und es gibt auch keine Medienzeiten im klassischen Sinne (mehr dazu vielleicht mal in einem eigenen Blogpost). Jedenfalls kommt als Feedback von anderen Eltern zum einen, dass sie sich dadurch stark unter Druck gesetzt fühlen und zum anderen auch eine große Unsicherheit und Unwissenheit was den Umgang mit digitalen Medien angeht.

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Wie sollen digital skeptische oder stark verunsicherte Eltern ihren Kindern beibringen, wie soziale Medien und ihre Mechanismen wirklich funktionieren? Wo die Gefahren, wo die Chancen liegen und wie man Informationen bewertet und prüft?

Im schulischen Umfeld meiner Kinder sehe ich da momentan jedenfalls keine brauchbaren Angebote.

Wenn sich also gerade viele (in meiner Filterblase, Timeline, whatever …) fragen, was sie denn konkret machen können gegen Filterblasen, Hatespeech, Cybermobbing und (Online)-Populismus, dann wäre eine Idee, das über die letzten Jahre angesammelte Digital-Know-How endlich mal verständlich weiterzugeben. Und zwar nicht nur an die eigenen Kinder und Freunde, sondern an alle gesellschaftlichen Schichten.

Man kann z.B. einen Verein mitgründen, muss aber auch das Rad nicht unbedingt neu erfinden. Es gibt zahlreiche Initiativen und medienpädagogische Angebote, die man aktiv oder passiv (mit Geld) unterstützen kann. In vielen Städten veranstalten z.B. auch Bibliotheken regelmäßig Medien-Fortbildungen für alle Altersgruppen. Mit ein bisschen Recherche sollte da für jeden was unterstützenswertes dabei sein.

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