Open Data und Kinderbetreuung in München

Über die medienradio-Sendung zum Open Data Projekt „Frankfurt gestalten – Bürger machen Stadt“ bin ich auf den „MOGDy – Munich Open Governemnt Day“ gestoßen in dessen Rahmen die Stadt München einen Programmierwettbewerb ausgeschrieben und dazu Ideen auf einer extra eingerichteten Plattform gesammelt hat. Zusätzlich hat die Stadt einen Stapel statistischer Datensätze, größtenteils im CSV-Format, freigegeben.

Die bisher entstandenen Ideen sollen von der im Entstehen begriffenen Community u.a. beim MOGDy-Hackday am 12.2.2011 weiterentwickelt werden. Außerdem hat die IT-Abteilung der Stadt ein eigenes Blog eingerichtet auf dem sie neben dem Thema Open Data auch über die Umstellung der Stadt-EDV auf Linux berichtet.

Alles in allem eine sehr positive Entwicklung hin zu mehr kommunaler Transparenz. Wichtig ist sicherlich, dass dem Projekt nach der Anfangseuphorie nicht der Atem ausgeht und konkrete Anwendung auch wirklich umgesetzt werden.

Web-Evangelist Thomas Pfeiffer (aka @codeispoetry) hat mit einigen Datensätze erste einfache Stadtteilkarten generiert und das ganze freundlicherweise auch als Tool zum Erstellen eigener Karten freigegeben.

Das habe ich genutzt um eine einfache Übersicht über die Verteilung von Münchner Kinderkrippen zu erstellen. Die Daten kommen aus einer Übersichtsliste des Jugendamtes, die auf den muenchen.de-Seiten leider nur sehr versteckt und als PDF verfügbar ist. Die Liste habe ich als Google-Spreadsheet aufbereitet.

Die erste Karte stellt nur die absolute Anzahl an Einrichtungen dar, unabhängig wieviel tatsächliche Betreuungsplätze sie bietet.

Bei dieser Karte wird nach der tatsächlichen Anzahl der vorhandenen Betreuungsplätze unterschieden:

Neben der Verteilung der Krippen auf die Stadtteile fand ich auf den ersten Blick auch noch die Trägerschaften der Einrichtungen interessant. Dabei wird nämlich klar, das fast die Hälfte aller Krippen Eltern-Kind-Initiativen sind, d.h. größtenteils von Eltern selbst verwaltet und organisiert werden und von der Stadt lediglich finanzielle Unterstützung erhalten. Bei der absoluten Anzahl der Betreuungsplätze decken sie mit 32% immer noch den größten Anteil ab.

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