1. – 3.10.2016 – @heibie bei den Schweizern

Wir waren über das lange Wochenende in der Schweiz.

Um einer Freundin beim Umzug zu helfen, sind wir in die Schweiz gefahren. Wir sind da immer mal wieder und deshalb jetzt mal ein paar Schweiz-Eindrücke in zusammenhangloser Reihenfolge.

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Die Schweiz ist für den deutschen Smartphone-Touristen immer noch Daten-Funkloch. Sowohl bei meinem alten Anbieter Simyo, als auch bei Congstar findet sich kein vernünftiges Auslandsdatenpaket. In EU-Ländern, wie z.B. Österreich bietet mir Congstar einen 3€-Tagespass an, in der Schweiz immer noch Fehlanzeige.

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Wenn dann in der neuen Wohnung der Freundin der Kabelanbieter zwar den Anschluss rechtzeitig schaltet und auch die Kabel/Routerbox liefert, die Box aber defekt ist, dann sitzt man als Gast tatsächlich knapp drei Tage im Offline-Loch.

Das die Kabel/Routerbox defekt ist erfährt man nach einem einstündigen Telefonat mit dem Support von UPC (nachdem man davor knapp 45 Minuten in der Hotline-Warteschlange verschwendet hat). Servicetechnisch also ähnliche Zustände wie in Deutschland.

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Ein typisches Schweiz-Klischee ist ja die niedliche Sprache. Und es werden wirklich ganz viele -lis angehängt. Die Möbel beim Umzug schleppen z.B. die Zügli-Männer. Und hier ein Schild vom Wertstoffhof. Thematisieren sollte man das gegenüber Einheimischen aber lieber nicht.

heftli

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Eine der größten Supermarktketten der Schweiz, die Migros, ist genossenschaftlich organisiert. In einer Filiale sind wir auf diesen außergewöhnlichen Einkaufswagenaufzug gestoßen (soll sich aber um ein Auslaufmodell handeln).

Einkaufswagenlift #schweiz🇨🇭

Ein von Heiko Bielinski (@heibie) gepostetes Video am


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Apropos Einkaufen: Die Schweiz ist teuer für Besucher aus dem Ausland. Das ist bekannt. Überrascht hat mich aber doch, daß der Wechselkurs mittlerweile praktisch 1:1 beträgt. 50 CHF am EC-Automaten werden mir mit 48 € (+4 € Gebühr) in Rechnung gestellt. Eine Pizza Margherita kostet in einem Mittelklasse-Restaurant knapp 20 CHF. Als Urlaubsland eher weniger geeignet.

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Die Schweizer und ihre Bunker. In dem neuen Haus, in das unsere Freundin eingezogen ist, ist auch ein Schutzraum eingebaut. Das ist Pflicht. 2011 sollte das mal abgeschafft werden, dann kam Fukushima. Baut man ein eigenes Haus und möchte das nicht unterkellern, muss man gegen eine Jahresgebühr bei der Gemeinde einen Platz im kommunalen Bunker buchen. Zur Sicherheit. Während wir uns über das Zivilschutzkonzept der Bundesregierung lustig machen, ist das für jeden Schweizer total normal.

Der Eingang zum Keller ist entsprechend mit einer Beton-Tresortür ausgestattet.

bunkertuer

Im Keller gibt es zwei Kabinen, die wohl im Notfall als Toilette benutzt werden sollen. Es gibt aber keine Abflüsse (damit nix von draußen rein kommt), sondern nur Chemie-Klos.

bunkerklo

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Die neue Wohnung der Freundin liegt sehr nah am Bodensee. Den haben wir natürlich auch besucht. In einer Ausstellung im Hafen von Romanshorn erfährt man, daß bis Anfang des 20. Jahrhunderts Güterwaggons mit der Fähre über den See geschafft wurden. Die Bodensee-Trajekte.

trajektschiffahrt

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Von Romanshorn aus kann man mit der Fähre in knapp 45 Minuten nach Friedrichshafen übersetzen. Wir haben das am 3.10. gemacht und haben auf der Mitte des Sees dann die Feiertagsgrenze überschritten. Mittenrein in den Tag der deutschen Einheit.

Das da unten ist unser Auto, bzw. das geliehene Car-Sharing-Auto.

fahere

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