22.11.2017

Der Bub hatte Geburtstag und das bedeutet auch immer: Kindergeburtstagsfeier. Und die stellt uns jedes Jahr vor das gleiche Problem: Sieben Jungs und es ist November. Unsere Dreizimmerwohnung ist nicht für sieben Jungs gemacht. Die brauchen Auslauf, aber das Novemberwetter ist nicht unbedingt immer auslaufgeeignet. In den ersten Jahren haben wir trotz Sturm und Regen Schatzsuchen im Viertel veranstaltet. Aber jetzt ist die Geschichte des Isarpiraten, der jedes Jahr neue Rätsel über Haidhausen verteilt und am Ende eine große Kiste im Gebüsch des nahegelegenen Spielplatzes versteckt, auserzählt.

Wir suchen also jedes Jahr irgendwas neues, was wettersicher ist und Spaß macht. Leider bedeutet das auch immer irgendwas, was Geld kostet.

Letztes Jahr haben wir einen Geburtstagstisch im Kindermuseum München gebucht, dieses Jahr einen Bastelnachmittag im Walderlebniszentrum Grünwald.

Da haben die Kinder eineinhalb Stunden unter Anleitung Nistkästen gebastelt, während ich mit meiner Frau spazieren gehen konnte. Das Wetter war bester Spätherbst.

Um 16:00 war Wildschweinfütterung. Die Jungs stapeln Gummibärchen auf Pizzaschnecken und garnieren alles mit einem Muffin um anschließend noch eine Stunde willenlos durch den Wald zu rennen und ein Fangenspiel zu spielen, das sie Schlangenscheißer nennen. So hat jeder seinen Spaß.

 

3.11.2017

Die Stadtbibliothek veranstaltet jeden Freitag um 15:00 im Carl-Amery-Saal im Gasteig Großes Kinderkino. Ich will mit den Kindern zusammen die Dokumentation „Auf dem Weg zur Schule“ anschauen. Es sind Ferien und den Kumpels vom Sohn ist auch langweilig. Sie wollen mitkommen. Die Kumpels haben Geschwister und Eltern. Die wollen auch mitkommen. Am Ende bin ich der Ticketbeauftragte und sichere 11 Eintrittskarten im VVK. Der Einkauf läuft über München Ticket (der Quasi-Monopolist im Münchner Ticketgeschäft).

Die Versandkosten für Tickets, die eigentlich in einen einfachen Briefumschlag passen, kommen mir bei München Ticket schon längere Zeit sehr fantasievoll ausgedacht vor. Aber immerhin kostet die Print@Home-Variante keine zusätzliche Gebühr (außer natürlich Druck/Papierkosten). Ich drucke also 11-DINA4-Seiten aus (natürlich im Eco-Modus). 

Allerdings berechtigen die selbst gedruckten Tickets (mit eindeutigem Barcode) noch lange nicht zum Einlass ins Kino. Ich muss zuerst mit den 11 selbstgedruckten DINA4-Seiten zu einem Automaten gehen und jeden einzelnen Barcode scannen. Der Automat druckt mir dafür nochmal andere Tickets aus. Mit denen dürfen wir dann rein. Absurd.

Die Dokumentation ist sehr beeindruckend und zeigt, wie wenig selbstverständlich gute Bildung in weiten Teilen der Welt ist und was für Strapazen Kinder für den Schulbesuch auf sich nehmen müssen.

Super für die Kinder: die Synchronisation. Damit können sie dem Film viel besser folgen, als mit Untertiteln.

Schlecht für mich: die Synchronisation (und ich bin sonst eigentlich immer eher Freund von übersetzen Dialogen). Die Dialoge wirken dermaßen schlecht und aufgesetzt, man hält es kaum aus.

Die Protagonisten sagen so gestelzte, deutsche Sätze wie: „Die Schule ist so wichtig für uns. Dafür lohnt sich der lange Weg“. Und wieso reden alle Erwachsenen in so dialektgefärbtem Ausländerdeutsch, die Kinder aber perfektes Hochdeutsch?

 

Schwedenurlaub mit Kindern

Jahrelang war ich nicht in Schweden. Seit 2014 dann gleich drei mal. Ein schönes Land, in dem man gut Urlaub machen kann. Vor allem auch mit Kindern, weil, wie jeder IKEA-Deutsche weiß, „die Schweden sind ja sooo kinderfreundlich“. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Die Schweden sind eigentlich zu allen freundlich.  Hier jetzt meine Tipps für einen ordentlichen Schweden-Urlaub. Mit und ohne Kinder. Schwedenurlaub mit Kindern weiterlesen