Post von @heibie – S01E17: MINI-Bash mit Mini-Me 👰

Die Veranstaltung zu diesem Aufkleber gibt es wirklich. Zum GlĂŒck bin ich schon verheiratet.

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Unter dem Hashtag #metoo haben in den letzten Wochen unzĂ€hlige Frauen (und ein paar MĂ€nner) auf ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt und (Alltags)-Sexismus hingewiesen. Die reflexartige Reaktion vieler MĂ€nner darauf verlĂ€uft immer noch von „Das konnte ja keiner ahnen“ – Überraschung ĂŒber „So schlimm ist das doch nicht“ – Verharmlosung bis zu „Darf man denn jetzt gar keine Komplimente mehr machen?!“ – Empörung. Anstatt einfach mal den Geschichten der Frauen zuzuhören.

Geschichten von offenbar seit Jahren institutionalisiertem Sexismus im Beruf, MĂ€nnern, die denken sie haben irgendwie ein Anrecht auf Sex (Barbara Streidl ab ca. 3:00), einer Computerspielentwicklerin, die offen bedroht wird, weil sie sich ĂŒber die Darstellung von Frauen in Computerspielen Gedanken macht und Professoren, die ihre Macht missbrauchen. Die Liste lĂ€sst sich beliebig fortsetzen und wer glaubt, dass sind ja nur krasse EinzelfĂ€lle, die aufgebauscht werden, der fragt am besten mal Frauen aus dem eigenen Umfeld nach ihren Erfahrungen mit weniger drastischen, aber alltĂ€glichen AnzĂŒglichkeiten, Benachteiligungen und Abwertungen.

Das Muster ist immer gleich und es fĂŒhrt kein Weg daran vorbei sich einzugestehen, dass Mann eine Gesellschaft, in der sowas offenbar Normalzustand ist, in irgendeiner Form mitgetragen hat und immer noch mittrĂ€gt. Zum Bespiel indem man in Besprechungen Frauen ins Wort fĂ€llt, weil man es angeblich besser weiß, Aussagen von Frauen weniger vertraut, Schilderungen von Freundinnen ĂŒber BelĂ€stigungen abtut und nicht ernst nimmt und in MĂ€nnerrunden bei frauenfeindlichen Kommentaren zumindest nicht den Mund aufmacht und sie so stillschweigend legitimiert. Alles Punkte, die ich fĂŒr meine zurĂŒckliegenden 22 Erwachsenenjahre auf meine Kappe nehmen muss.

Seit ein paar Jahren versuche ich mich anders zu verhalten. Das klappt mal gut, mal nicht so gut und ich stelle fest, dass viele meiner Verhaltensweisen und Denkmuster durch Erziehung und Sozialisation bei mir schon seit Ewigkeiten verankert sind. Aber das heisst ja nicht, dass ich das nicht Àndern kann. Und v.a. das ich es den eigenen Kindern nicht anders weitergeben, ihnen andere Rollenmodelle und Werte vorleben kann.

Gute GrĂŒnde dafĂŒr gibt es mehr denn je: bescheuerte SchlafanzĂŒge, Die drei !!! und GrundschĂŒlerinnen, die sich Gedanken darĂŒber machen, ob sie zu dick sind!!! (hier sind die drei !!! angebracht)

Ich möchte meiner Tochter und – vielleicht noch viel wichtiger – meinem Sohn ermöglichen diesen ganzen Quatsch zu hinterfragen und damit irgendwie klarzukommen.

Das klingt jetzt alles sehr feministisch, aber dann bin ich halt Feminist. Gibt Schlimmeres. Kann man sich auch als Mann fĂŒr interessieren. Robert Franken erklĂ€rt hier ganz gut, wie Mann in den Feminismus einsteigen kann. Persönlich kann ich fast alles von Katrin Rönicke empfehlen. Ihr tolles Buch und ihren informativen Podcast (zusĂ€tzlich diese Spezialausgabe). Beim Durcharbeiten, wird man schnell weitere Blogs, Artikel und BĂŒcher finden und vieles davon erst mal nicht verstehen oder komplett anderer Meinung sein. Gut so. Sonst wĂ€r das ja auch langweilig.

Was Mann ganz konkret im Alltag machen kann listet der Guardian auf und wie das mit den Komplimenten und dem Flirten geht, erklÀrt Stefanie Lohaus hier bei Minute 5:20 und Hannes Jaenicke hier bei Minute 42:00. So schwer ist das echt nicht.

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Die SZ hat wieder unzĂ€hlige Excelfiles aus Steueroasen zugespielt bekommen. Der erste Reflex war bei mir eine gewisse schulterzuckende GleichgĂŒltigkeit. Aber was dieses mal wirklich sehr gut funktioniert: Es wird anschaulich, was eine abstrakte, legale, steueroptimierte Anlageform fĂŒr konkrete Auswirkungen auf das Leben von Menschen hat. Eine KiTa in Berlin kann sich die Miete nicht mehr leisten, weil eine Schauspielerin in Hollywood ihr Geld gewinnbringend anlegen will (auch als Podcast). Und wie absurd das alles ist, wenn ein Chirurg (Spezialgebiet: OrthopĂ€die) aus SĂŒddeutschland plötzlich SportrechtehĂ€ndler wird oder Menschen auf Songs von Sheryl Crow spekulieren.

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Vor ein paar Wochen durfte ich an einer kleinen Diskussionsrunde der SZ Familie teilnehmen. Thema: Smartphone ĂŒber alles: was die bahnbrechendste Erfindung der vergangenen Jahrzehnte mit unseren Familien macht. Susanne Mierau war auch dabei und hat das alles sehr schön zusammengefasst. Ich wĂŒnsch mir zu Weihnachten jetzt eine Armbanduhr. FĂŒr die Print-Ausgabe der neuen SZ Familie habe ich einen kleinen Fragebogen zum Thema ausgefĂŒllt und bin zum ersten mal Teil einer Klickstrecke (bei Slide 6 musste ich weinen).

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Ich spiele ja wieder regelmĂ€ĂŸiger Computerspiele. Bei Thimbleweed Park komme ich aber grad irgendwie mit der Blutprobe nicht weiter (Die ASM mit der Komplettlösung war leider schon ausverkauft!!). Wesentlich einfacher, aber trotzdem spannend und unterhaltsam ist da Life is Strange auf der PS4. Ein Adventure mit eher einfachen RĂ€tseln. Im Prinzip lĂ€uft die Handlung als eine Art Serienepisode ab und man trifft zwischendurch Entscheidungen, die die Handlung beeinflussen. Klingt langweilig, ist es aber ganz und gar nicht. Und das Spiel hat einen fantastischen Indiesoundtrack, den man sich hier auf Spotify anhören kann.

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Eine Podcastempfehlung fĂŒr Fans von Star Trek Discovery: DTreck und Gold. Comiczeichner Adrian vom Baur und Illustratorin Eve Jay unterhalten sich jede Woche ausfĂŒhrlich ĂŒber die aktuelle Episode.

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„Von Hartwustsuppe bis Schlepphoden“. Besser kann man die Deutschlandkarte mit Punkbandnamen nicht anteasen.

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Mit dem Softwaretool MediathekView lade ich schon lange BeitrÀge aus öffentlich-rechtlichen Mediatheken runter bevor sie depubliziert werden. Dass es das auch als Webtool gibt war mir bisher unbekannt.

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Der neueste Jackie Chan-Film heißt, kein Witz, Kung Fu Yoga. Ich hab ihn angeschaut. Im Prinzip ein netter Action-Film. Wenn man die Dialoge, die Handlung, die Tanzszene und die CGI-Raubkatzen weglĂ€sst.

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Weiter mit Musik. Die Playlist mit alle Songs aus allen bisherigen und zukĂŒnftigen Newsletter könnt Ihr hier bei Spotify abonnieren.

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[Video] The National – Live in der Elbphilharmonie
Der Sound im Video ist jetzt nicht so superberauschend, wie man sich das in diesem Neubau vorgestellt hÀtte. Aber trotzdem beeindruckend.

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[Video] Tocotronic – Hey Du
FĂŒr einen Tocotronic Song ziemlich konkreter Text und sie haben die Stromgitarre wieder voll angestöpselt.

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[Video] Morrissey – Spent the Day in Bed
Morrissey driftet politisch scheinbar immer weiter ab und der Text hier tendiert ja auch eher in die Fake-News-AFD-Richtung. Inhaltlich also der britische Xavier Naidoo. Kann man das jetzt noch anhören? Es ist musikalisch so eingĂ€ngig und setzt sich sofort als Ohrwurm fest. Gleichzeitig kann ich mir nicht recht vorstellen, dafĂŒr live zu klatschen. Dilemma. Noch keine Lösung. Und er ist ja auch nicht der erste. Billy Corgan (Smashing Pumpkins) sorgt sich um Chemtrails und Dave Mustaine (Megadeth) kĂŒmmert sich um die restlichen Verschwörungstheorien. Passenderweise kommt gerade beim Schreiben der Newsletter von Lukas Heinser rein, der sich genau die gleiche Frage im Bezug auf Kevin Spacey stellt und ein paar Links dazu hat.

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[Video] MammĂșt – Believe (Cher Cover)
Das schwer ertrÀgliche Original verwandeln diese IslÀnderInnen in eine sehr exzellente Coverversion. Noch nie von gehört, arbeite aber gleich mal alle Alben nach.

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[Video] Arcade Fire – Chemistry
Das sind nicht mehr meine Arcade Fire aus dem Wo die wilden Kerle wohnen Trailer.

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[Video] Monika Roscher Big Band – Starlight Nightcrash (live @ Jazzbaltica 2017)
Der Lichterkettenanzug ist der Knaller. Lieblingsstelle ab ca. 2:50.

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[Video] FJØRT – Couleur
Noch mehr Songs vom neuen Album gibt es in diesem Kurzfilm. GemĂŒtliches Hotel haben sie da fĂŒr den Dreh gefunden.

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[Video] MGMT – Little Dark Age
Schön, wie der SÀnger hier die alten Haare von Robert Smith auftrÀgt.

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[Video] Deine Freunde – Du bist aber groß geworden
Einmal angehört und der Sohn singt schon wieder den ganzen Tag nur den neuen Deine Freunde-Song. Wenn Ihr Kinder zwischen 5 und 10 habt, dann schenkt denen einen Deine Freunde-Konzertbesuch. Lohnt sich.

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[Video] Robert Forster – From Ghost Town
Robert Forster ist ein Teil der tollen Band The Go-Betweens und macht seit Jahren ebenso tolle Solomusik. Der Song hier ist von einem Ă€lteren Album. Das brandneue Album kann man hier komplett anhören und am 15.12. spielt er live im MĂŒnchner Feierwerk.

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[Video] Mine & Fatoni – Romcom
Fatoni kannte ich bisher nur von der Antilopen Gang-Kooperation, Mine musste ich erst mal googeln. Schönes Duett und interessant zu sehen, dass sich die Themen bei Paaren in den 30ern in den letzten Jahren nicht so groß verĂ€ndert haben.

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[Video] Zugezogen Maskulin – Uwe & Heiko
Mein 70er Jahre Vorname kommt ja nicht so oft vor in der Popkultur. Grund genug fĂŒr einen Link. Aber auch weil mir der Rest von Zugezogen Maskulin ganz gut gefĂ€llt und die beiden im Interview gar nicht mal so dumme Sachen sagen.

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[Video] The War on Drugs – Nothing to find
Der ganze Straßenverkehr muss endlich grĂŒner werden.

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Der Witz zum Schluss kommt schon wieder von @diskomanni. Er ist eine Gagmaschine.

Im Herzen sind alle Deutschen Moslems.
Immer nur: „Mekka! Mekka! Mekka!“

Wenn Ihr auch einen Lieblingswitz habt, dann schickt mir den doch bitte an postvon@heibie.de. Ältere Ausgaben meines Newsletters kannst Du im Archiv nachlesen.

Ein Gedanke zu „Post von @heibie – S01E17: MINI-Bash mit Mini-Me 👰“

  1. Zum Smartphonethema fand ich das Buch „Digitaler Burnout: Warum unsere permanente Smartphone-Nutzung gefĂ€hrlich ist“ ziemlich gut. Das Buch ist wesentlich nĂŒchterner als es der reißerische Titel vermuten lĂ€sst und gibt viele DenkanstĂ¶ĂŸe was Smartphonenutzung angeht. Vor allem gut, dass es wissenschaftlich unterlegt ist und es sich um kein allgemeines BauchgefĂŒhl-Blabla-Buch handelt.
    Gratulation zum Armbanduhrenkaufentschluss! Das heiße ich gut.

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